{"id":22774,"date":"2021-04-24T20:17:58","date_gmt":"2021-04-24T18:17:58","guid":{"rendered":"https:\/\/2021.cchr.ch\/?post_type=portfolio&#038;p=22774"},"modified":"2021-04-29T22:24:58","modified_gmt":"2021-04-29T20:24:58","slug":"entzug-ohne-hoffnung","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/cchr.ch\/?portfolio=entzug-ohne-hoffnung","title":{"rendered":"Entzug ohne Hoffnung"},"content":{"rendered":"<section data-vc-full-width=\"true\" data-vc-full-width-init=\"false\" class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid   wow fadeIn pofo-stretch-content pofo-stretch-row-container pofo-row-responsive-69fc1ed9e4ea3\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12  col-xs-mobile-fullwidth text-center pofo-column-responsive-69fc1ed9e4f61\"><div class=\"vc_column-inner vc_custom_1617295140907\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"text-medium-gray text-small margin-5px-bottom alt-font text-uppercase heading-style4  vc_custom_1615209616975  heading-1\" >Citizens Commission on Human Rights<\/div><h5 class=\"text-extra-dark-gray margin-20px-bottom font-weight-600 display-inline-block alt-font text-uppercase heading-style2  vc_custom_1619288295364  heading-2\"  style=\"font-weight: 700; color: #000000;\">ENTZUG OHNE HOFFNUNG<\/h5><div class=\"separator-line-horrizontal-full bg-extra-light-gray center-col pofo-separator  vc_custom_1617295908189\" style=\"background-color:#8e2125; width: 100px;\"><\/div><h5 class=\"margin-100px-bottom xs-margin-40px-bottom font-weight-600 display-inline-block alt-font  pofo_font_1619720477862 text-extra-small text-outside-line text-uppercase heading-style5  vc_custom_1619720477863  heading-3\"  style=\"font-size: 24px; font-weight: 700; color: #000000;\" data-fontsize=\"24px\">METHADON UND ANDERE SACKGASSEN IN DER DROGENREHABILITATION<\/h5><div class=\" vc_custom_1619288327783 last-paragraph-no-margin\" style=\"color: #000000;\"><p>Gibt es Hoffnung?<\/p>\n<p>W\u00e4re eine allgemeine, verl\u00e4ssliche Heilmethode von Drogenabh\u00e4ngigkeit eine gute Sache? Gibt es so etwas?<\/p>\n<p>Zuerst sollte jedoch klar definiert werden, was mit \u201eHeilung\u201c gemeint ist. F\u00fcr ein Individuum bedeutet Heilung eine vollkommene und permanente Abwesenheit von jeglichem \u00fcberw\u00e4ltigenden k\u00f6rperlichen oder psychischen Verlangen oder Zwang, Drogen zu nehmen. F\u00fcr die Gesellschaft bedeutet es: die Rehabilitation des Drogenabh\u00e4ngigen und ein fortw\u00e4hrend ehrlicher, ethischer, produktiver und erfolgreicher Mitb\u00fcrger. In den 70er-Jahren w\u00e4re einem die erste Frage wohl sehr seltsam, wenn nicht sogar absurd vorgekommen.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich w\u00e4re das eine gute Sache!\u201c und \u201eMachen Sie Witze?\u201c, w\u00e4re vermutlich die allgemeine Reaktion gewesen.<\/p>\n<p>Heutzutage w\u00fcrden die Antworten jedoch anders ausfallen. Ein Drogenabh\u00e4ngiger k\u00f6nnte antworten: \u201eH\u00f6r mal, erz\u00e4hl mir nichts \u00fcber Heilung, ich habe jedes Programm, das es gibt, ausprobiert und es hat nichts gebracht. Keines hat funktioniert.\u201c Oder: \u201eMan kann Veranlagung nicht heilen, mein Vater war Alkoholiker.\u201c Ein Laie k\u00f6nnte sagen: \u201eSie haben es doch schon kuriert \u2013 es gibt doch Methadon?\u201c Oder \u201eSie haben herausgefunden, dass es eine unheilbare Gehirnkrankheit ist, wissen Sie, so wie Diabetes. Es kann nicht geheilt werden.\u201c Oder sogar: \u201eDie Wissenschaft hat herausgefunden, dass man nichts machen kann; es hat etwas mit einem chemischen Ungleichgewicht im Gehirn zu tun.\u201c<\/p>\n<p>Sehr bemerkenswert ist schon die vollkommene Abwesenheit allein des Wortes, ja selbst der Idee einer m\u00f6glichen Heilung \u2013 unter den S\u00fcchtigen, den Familien der Abh\u00e4ngigen, unter den verantwortlichen Regierungsbeamten, in den Medien und anderswo.<\/p>\n<p>Anstelle des Wortes Heilung oder Rehabilitation stehen Begriffe wie Leiden, Krankheit, chronisch, der Umgang damit, Pflege, Reduzierung und R\u00fcckfall. S\u00fcchtigen wird w\u00e4hrend der Rehabilitation beigebracht, sich selbst als \u201eauf dem Wege der Besserung befindlich\u201c zu bezeichnen, niemals als \u201egeheilt\u201c. Dieses Konzept wurde mit verschiedenen Worten umschrieben und so wurde schrittweise die stillschweigende \u00dcbereinkunft geschaffen, dass Drogenabh\u00e4ngigkeit unheilbar ist und dass der Abh\u00e4ngige lernen muss, damit zu leben oder zu sterben.<\/p>\n<p>Gibt es also keine Hoffnung mehr?<\/p>\n<p>Bevor wir uns mit dieser Frage auseinandersetzen, ist es wichtig, eine Sache bez\u00fcglich der heutigen Drogenrehabilitation zu verstehen. Unser aller Hoffnung auf eine Heilung von Drogenabh\u00e4ngigkeit ist nicht verloren gegangen: Sie wurde jedoch von einer Unzahl falscher Informationen und falscher L\u00f6sungen zu Grabe getragen.<\/p>\n<p>Zuallererst sollte man die Langzeitpropaganda der Psychiater betrachten, die gef\u00e4hrliche Drogen als \u201eharmlos\u201c darstellen:<\/p>\n<ul>\n<li>In den 60er-Jahren haben Psychiater LSD nicht nur gesellschaftsf\u00e4hig gemacht, sondern haben es Tausenden von College-Studenten als \u201eAbenteuer\u201c angepriesen, indem sie die irref\u00fchrende Idee propagierten, dass man durch eine \u201eEntspannung\u201c mit bewusstseinsver\u00e4ndernden Drogen sein Leben verbessern k\u00f6nne.<\/li>\n<li>1967 trafen sich amerikanische Psychiater, um die Rolle von Drogen im Jahre 2000 zu diskutieren. Der einflussreiche New Yorker Psychiater Nathan Kline, der in Aussch\u00fcssen des U.S. National Institute of Health und der World Health Organization mitwirkte, erkl\u00e4rte: \u201eIm Prinzip kann ich nicht sehen, dass Drogen weniger abnorm sind als Lesen, Musik, Kunst, Yoga oder 20 andere Dinge \u2013 wenn man es von einem umfassenderen Gesichtspunkt aus betrachtet.\u201c<\/li>\n<li>1973 schrieb der Psychiater Louis J. West von der Universit\u00e4t Kalifornien: \u201eEs wird wahrscheinlich sehr bald eine Debatte unter einigen klinischen Wissenschaftlern \u00fcber die Frage entflammen, ob es nicht f\u00fcr beide \u2013 Arzt und Patient \u2013 ein veralteter Standpunkt ist, an einem drogenfreien Zustand festzuhalten.\u201c<\/li>\n<li>In den 80er-Jahren stellte der Drogenexperte Ronald K. Siegel aus Kalifornien die ungeheuerliche Behauptung auf, dass es ein menschliches \u201eGrundbed\u00fcrfnis\u201c sei, unter Drogen zu stehen, wie ein \u201evierter Antrieb\u201c der gleichen Art wie Sex, Hunger und Durst.<\/li>\n<li>1980 wurde im\u00a0<em>Comprehensive Textbook of Psychiatry<\/em>\u00a0die Behauptung aufgestellt: \u201eEs treten keine ernsten Probleme auf, wenn man Kokain nicht \u00f6fter als drei oder vier Mal pro Woche zu sich nimmt.\u201c<\/li>\n<li>Nach Aussage des Leiters der amerikanischen Drogenbek\u00e4mpfungsbeh\u00f6rde (DEA) im Bundesstaat Connecticut f\u00f6rderte die falsche \u00dcberzeugung, dass Kokain nicht s\u00fcchtig mache, den dramatischen Anstieg des Kokainkonsums in den 80er Jahren.<\/li>\n<li>Im Jahre 2003 vertrat Charles Grob, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Kalifornien, die Ansicht, dass Ecstasy (eine Stra\u00dfendroge, die Halluzinationen ausl\u00f6st) m\u00f6glicherweise eine \u201egute Medizin\u201c sei, um Alkoholismus und Drogenmissbrauch zu behandeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Heute genehmigen Arzneimittelbeh\u00f6rden \u00fcberall auf der Welt klinische Versuche mit Halluzinogenen, um alles M\u00f6gliche zu behandeln, von Angstgef\u00fchlen bis Alkoholismus, obwohl bekannt ist, dass diese Drogen Psychosen hervorrufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Versagen im Kampf gegen die Drogen liegt weitgehend in dem Versagen begr\u00fcndet, einige der gef\u00e4hrlichsten Drogendealer aller Zeiten aufzuhalten: die Psychiater. Es ist eine traurige Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet sie mittlerweise Positionen eingenommen haben, die es ihnen erm\u00f6glichen, auch die Drogenrehabilitation zu kontrollieren. Trotz all der Milliarden, die der Psychiatrie von Regierungsbeh\u00f6rden und dem Gesetzgeber zugesprochen wurden, k\u00f6nnen sie keine Ergebnisse vorweisen. Regierungsvertreter, Gruppen, Familien und Einzelpersonen, die ihre falschen Informationen und Drogenrehabilitierungsmethoden weiterhin akzeptieren, tun dies auf eigene Gefahr. Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie in jeder Hinsicht scheitern werden.<\/p>\n<p>Drogenabh\u00e4ngigkeit ist keine Krankheit. Es gibt tats\u00e4chlich L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Mit den falschen Informationen der Psychiatrie zum Thema Drogen und Abh\u00e4ngigkeit aufzur\u00e4umen stellt nicht nur einen grundlegenden Beitrag dar, um wieder Hoffnung zu wecken; es ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer wirklichen Drogenrehabilitation.<\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.cchr.de\/sites\/default\/files\/cchr-booklet-jan-eastgate-signature2.gif?w=150&#038;ssl=1\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>Jan Eastgate<br \/>\nPr\u00e4sidentin der<br \/>\nCitizens Commission<br \/>\non Human Rights International<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><div class=\"vc_row-full-width vc_clearfix\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Citizens Commission on Human RightsENTZUG OHNE HOFFNUNGMETHADON UND ANDERE SACKGASSEN IN DER DROGENREHABILITATIONGibt es Hoffnung? W\u00e4re eine allgemeine, verl\u00e4ssliche Heilmethode von Drogenabh\u00e4ngigkeit eine gute Sache? Gibt es so etwas? Zuerst sollte jedoch klar definiert werden, was mit \u201eHeilung\u201c gemeint ist. F\u00fcr ein Individuum bedeutet Heilung eine vollkommene und permanente Abwesenheit von jeglichem \u00fcberw\u00e4ltigenden k\u00f6rperlichen oder psychischen Verlangen oder Zwang, Drogen zu nehmen. F\u00fcr die Gesellschaft bedeutet es: die Rehabilitation des Drogenabh\u00e4ngigen und ein fortw\u00e4hrend ehrlicher, ethischer, produktiver und erfolgreicher Mitb\u00fcrger. In den 70er-Jahren w\u00e4re einem die erste Frage wohl sehr seltsam, wenn nicht sogar absurd vorgekommen. \u201eNat\u00fcrlich w\u00e4re das eine gute Sache!\u201c und \u201eMachen Sie Witze?\u201c, w\u00e4re vermutlich die allgemeine Reaktion gewesen. Heutzutage w\u00fcrden die Antworten jedoch anders ausfallen. 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