{"id":22766,"date":"2021-04-24T20:08:57","date_gmt":"2021-04-24T18:08:57","guid":{"rendered":"https:\/\/2021.cchr.ch\/?post_type=portfolio&#038;p=22766"},"modified":"2021-04-30T10:29:56","modified_gmt":"2021-04-30T08:29:56","slug":"psychiatrie-kontra-medizin","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/cchr.ch\/?portfolio=psychiatrie-kontra-medizin","title":{"rendered":"Psychiatrie kontra Medizin"},"content":{"rendered":"<section data-vc-full-width=\"true\" data-vc-full-width-init=\"false\" class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid   wow fadeIn pofo-stretch-content pofo-stretch-row-container pofo-row-responsive-69d5d9d9319c3\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12  col-xs-mobile-fullwidth text-center pofo-column-responsive-69d5d9d931aa0\"><div class=\"vc_column-inner vc_custom_1617295140907\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"text-medium-gray text-small margin-5px-bottom alt-font text-uppercase heading-style4  vc_custom_1615209616975  heading-1\" >Citizens Commission on Human Rights<\/div><h5 class=\"text-extra-dark-gray margin-20px-bottom font-weight-600 display-inline-block alt-font text-uppercase heading-style2  vc_custom_1619287701225  heading-2\"  style=\"font-weight: 700; color: #000000;\">PSYCHIATRIE KONTRA MEDIZIN<\/h5><div class=\"separator-line-horrizontal-full bg-extra-light-gray center-col pofo-separator  vc_custom_1617295908189\" style=\"background-color:#8e2125; width: 100px;\"><\/div><h5 class=\"margin-100px-bottom xs-margin-40px-bottom font-weight-600 display-inline-block alt-font  pofo_font_1619771394356 text-extra-small text-outside-line text-uppercase heading-style5  vc_custom_1619771394356  heading-3\"  style=\"font-size: 24px; line-height: 25px; font-weight: 700; color: #000000;\" data-fontsize=\"24px\" data-lineheight=\"25px\">PSYCHIATRISCHE PRAKTIKEN UND IHRE DESTRUKTIVEN AUSWIRKUNGEN AUF DAS GESUNDHEITSWESEN<\/h5><div class=\" vc_custom_1619287736732 last-paragraph-no-margin\" style=\"color: #000000;\"><p>Alan I. Leshner, Psychiater und ehemaliger Vorstand des Nationalen Instituts f\u00fcr Drogenmissbrauch (USA) erkl\u00e4rte: \u201eMeiner Meinung nach sollte man [als Arzt] heute daf\u00fcr ins Gef\u00e4ngnis kommen, wenn man sich weigert, gegen Depressionen SSRI [Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, ein neuer Typ Antidepressiva] zu verschreiben. Ich vertrete auch die Ansicht, dass man in f\u00fcnf Jahren daf\u00fcr ins Gef\u00e4ngnis wandern sollte, wenn man Crack-Abh\u00e4ngigen nicht die Medikamente verschreibt, an denen wir heute arbeiten.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der vielen Jahre, die ich jetzt auf dem Gebiet der Psychiatriereform der geistigen Gesundheit arbeite, habe ich mit Hunderten von \u00c4rzten und Tausenden von Patienten gesprochen, w\u00e4hrend ich dabei mitgeholfen habe, zahlreiche Menschenrechtsverletzungen der Psychiatrie aufzudecken. Bis vor kurzem war mir jedoch nie in den Sinn gekommen, dass auch die Rechte nicht-psychiatrischer \u00c4rzte in Gefahr sind. Die Frage ist: Liegt es im Bereich des M\u00f6glichen, dass ein Arzt straf- oder zivilrechtlich belangt wird, nur weil er sich weigert, Antidepressiva gegen Depressionen zu verschreiben?<\/p>\n<p>Viele \u00c4rzte sind der \u00dcberzeugung, dass zahlreiche k\u00f6rperliche Erkrankungen Gem\u00fcts- und Verhaltensprobleme verursachen k\u00f6nnen. Und sie wissen auch, wie wichtig es ist, zuerst diesen Punkt zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass ein Arzt, der sich auf Antidepressiva verl\u00e4sst, um emotionale Symptome zu unterdr\u00fccken, ohne zuvor nach m\u00f6glichen zugrunde liegenden k\u00f6rperlichen Leiden zu suchen und diese zu heilen, seine Patienten m\u00f6glicherweise einfach nur chemisch zusammenflickt. Das Risiko ist gro\u00df, dass er sie mit einer Krankheit zur\u00fcckl\u00e4sst, die sich eventuell verschlimmert.<\/p>\n<p>Was aber w\u00e4re, wenn ein Internist oder ein Hausarzt solch eine k\u00f6rperliche Krankheit korrekt diagnostizieren und heilen w\u00fcrde und die Depression ohne Psychopharmaka verschwinden w\u00fcrde? K\u00f6nnte dieser Arzt dann beschuldigt werden, unethisch gehandelt zu haben? Oder sogar juristisch belangt werden wegen \u201egrober medizinischer Fahrl\u00e4ssigkeit\u201c, weil er keine Antidepressiva verschrieben hat?<\/p>\n<p>Verr\u00fcckt, sagen Sie? Das k\u00f6nnte nie passieren? Vielleicht doch. Es ist jederzeit m\u00f6glich, dass ein Arzt beschuldigt wird, unethisch zu handeln, wenn er ethische Medizin betreibt. Er kann kritisiert, eingesch\u00fcchtert und wie eine extremistische Randfigur behandelt werden, wenn er traditionelle, funktionierende diagnostische Medizin praktiziert.<\/p>\n<p>Dieser Bericht ist prim\u00e4r f\u00fcr \u00c4rzte gedacht, besonders f\u00fcr jene, die einfach nur \u201enicht-psychiatrische\u201c Medizin betreiben wollen und von einer aufrichtigen und f\u00fcrsorglichen Absicht in bester hippokratischer Tradition motiviert sind, \u00c4rzte, die einfach nur ihre Arbeit tun wollen, n\u00e4mlich so gut sie k\u00f6nnen f\u00fcr die Gesundheit von Menschen zu sorgen. Er ist f\u00fcr die \u00c4rzte gedacht, die dar\u00fcber besorgt sind, dass Millionen von Kindern verschriebene chemische und Speed-\u00e4hnliche Stimulanzien gegen eine angebliche psychische St\u00f6rung einnehmen, das Aufmerksamkeitsdefizit-\/ Hyperaktivit\u00e4tssyndrom (ADHS).<\/p>\n<p>Unter praktischen \u00c4rzten findet eine bestimmte Art des Denkens \u00fcber Probleme der geistigen Gesundheit (mental health) immer weitere Verbreitung. Dies beruht haupts\u00e4chlich auf dem \u201eErfolg\u201c des psychiatrischen Diagnosesystems, des\u00a0<em>Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer St\u00f6rungen (DSM-IV).\u00a0<\/em>Dieses System, und in Europa das Kapitel \u00fcber \u201ePsychische und Verhaltensst\u00f6rungen\u201c der\u00a0<em>International Classification of Diseases (ICD-10)<\/em>, werden nicht-psychiatrischen \u00c4rzten gegen\u00fcber als unabdingbare Standards zur Erkennung psychischer St\u00f6rungen ausgegeben.<\/p>\n<p>Aber es gibt noch einen weiteren Faktor. Das Diagnosesystem der Psychiatrie entstand nicht im Geiste des Respekts f\u00fcr die Traditionen und das Wissen der Allgemeinmedizin und der medizinischen Spezialdisziplinen. Es gab kein Begleitschreiben, in dem stand: \u201eWir respektieren die Unantastbarkeit Ihrer Beziehung zu den Patienten und Ihren Wunsch, das Beste f\u00fcr sie zu tun. Machen Sie sich bitte mit unserem Diagnosesystem vertraut und beurteilen Sie dann aufgrund Ihrer eigenen Beobachtungen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Dies ist g\u00fcltige Wissenschaft. Wir sind dankbar f\u00fcr jede R\u00fcckmeldung und konstruktive Kritik. Wenn Sie Hilfe ben\u00f6tigen, sind wir jederzeit f\u00fcr Sie da.\u201c<\/p>\n<p>Stattdessen ist der Tenor des psychiatrischen Diagnose-Handbuchs sinngem\u00e4\u00df folgender: \u201eHier ist ein kleines Kind mit schwerwiegenden psychischen Problemen. Unsere fachm\u00e4nnische Diagnose ist bereits erstellt. Sie m\u00fcssen also nichts weiter tun, als unsere strikten Anweisungen zur Medikamentenverschreibung zu befolgen und sich ansonsten unserer fachm\u00e4nnischen Aufsicht unterstellen.\u201c Mit anderen Worten: \u201eIhre Patienten scheinen Ihnen mehr zu trauen als uns, darum steht hier, wie Sie die psychischen Erkrankungen diagnostizieren m\u00fcssen, an denen ihre Patienten zweifelsfrei leiden.\u201c<\/p>\n<p>Wir sprechen hier von genau dem unterschwelligen Zwang, der der Psychiatrie unausl\u00f6schlich anhaftet, seit sie vor 200 Jahren in (\u201eIrren\u201c-)Anstalten ihre ersten Aufsichtspflichten \u00fcbernommen hat. Er offenbart sich auf vielerlei Arten, und wo immer er auftaucht, kann er sich extrem destruktiv auf Gewissheit, Stolz, Ehre, Flei\u00df, Initiative, Integrit\u00e4t, inneren Frieden, Wohlergehen und Vernunft auswirken. Dies alles sind Charakterz\u00fcge, f\u00fcr deren Bewahrung wir uns einsetzen m\u00fcssen. F\u00fcr alle Patienten. Und f\u00fcr alle Mediziner.<\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.cchr.de\/sites\/default\/files\/cchr-booklet-jan-eastgate-signature2.gif?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" \/><br \/>\nJan Eastgate<br \/>\nPr\u00e4sidentin der<br \/>\nCitizens Commission<br \/>\non Human Rights International<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><div class=\"vc_row-full-width vc_clearfix\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Citizens Commission on Human RightsPSYCHIATRIE KONTRA MEDIZINPSYCHIATRISCHE PRAKTIKEN UND IHRE DESTRUKTIVEN AUSWIRKUNGEN AUF DAS GESUNDHEITSWESENAlan I. Leshner, Psychiater und ehemaliger Vorstand des Nationalen Instituts f\u00fcr Drogenmissbrauch (USA) erkl\u00e4rte: \u201eMeiner Meinung nach sollte man [als Arzt] heute daf\u00fcr ins Gef\u00e4ngnis kommen, wenn man sich weigert, gegen Depressionen SSRI [Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, ein neuer Typ Antidepressiva] zu verschreiben. Ich vertrete auch die Ansicht, dass man in f\u00fcnf Jahren daf\u00fcr ins Gef\u00e4ngnis wandern sollte, wenn man Crack-Abh\u00e4ngigen nicht die Medikamente verschreibt, an denen wir heute arbeiten.\u201c W\u00e4hrend der vielen Jahre, die ich jetzt auf dem Gebiet der Psychiatriereform der geistigen Gesundheit arbeite, habe ich mit Hunderten von \u00c4rzten und Tausenden von Patienten gesprochen, w\u00e4hrend ich dabei mitgeholfen habe, zahlreiche Menschenrechtsverletzungen der Psychiatrie aufzudecken. Bis vor kurzem war mir jedoch nie in den Sinn gekommen, dass auch die Rechte nicht-psychiatrischer \u00c4rzte in Gefahr sind. 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