{"id":22742,"date":"2021-04-24T19:54:42","date_gmt":"2021-04-24T17:54:42","guid":{"rendered":"https:\/\/2021.cchr.ch\/?post_type=portfolio&#038;p=22742"},"modified":"2021-04-29T22:24:42","modified_gmt":"2021-04-29T20:24:42","slug":"pflege-ohne-gnade","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/cchr.ch\/?portfolio=pflege-ohne-gnade","title":{"rendered":"Pflege ohne Gnade"},"content":{"rendered":"<section data-vc-full-width=\"true\" data-vc-full-width-init=\"false\" class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid   wow fadeIn pofo-stretch-content pofo-stretch-row-container pofo-row-responsive-69f3c1d925359\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12  col-xs-mobile-fullwidth text-center pofo-column-responsive-69f3c1d92544e\"><div class=\"vc_column-inner vc_custom_1617295140907\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"text-medium-gray text-small margin-5px-bottom alt-font text-uppercase heading-style4  vc_custom_1615209616975  heading-1\" >Citizens Commission on Human Rights<\/div><h5 class=\"text-extra-dark-gray margin-20px-bottom font-weight-600 display-inline-block alt-font text-uppercase heading-style2  vc_custom_1619286837381  heading-2\"  style=\"font-weight: 700; color: #000000;\">PFLEGE OHNE GNADE<\/h5><div class=\"separator-line-horrizontal-full bg-extra-light-gray center-col pofo-separator  vc_custom_1617295908189\" style=\"background-color:#8e2125; width: 100px;\"><\/div><h5 class=\"margin-100px-bottom xs-margin-40px-bottom font-weight-600 display-inline-block alt-font  pofo_font_1619720792004 text-extra-small text-outside-line text-uppercase heading-style5  vc_custom_1619720792004  heading-3\"  style=\"font-size: 24px; font-weight: 700; color: #000000;\" data-fontsize=\"24px\">DIE UNMENSCHLICHE BEHANDLUNG \u00c4LTERER MENSCHEN IM PSYCHIATRISCHEN SYSTEM<\/h5><div class=\" vc_custom_1619286854871 last-paragraph-no-margin\" style=\"color: #000000;\"><p>In unserer schnellebigen Welt werden funktionierende traditionelle Wege all zu oft durch \u201emodernere\u201c Methoden ersetzt, um die Anforderungen des Lebens zu bew\u00e4ltigen. W\u00e4hrend beispielsweise die Aufgabe der Altenpflege fr\u00fcher einmal zu einem Gro\u00dfteil von den Gemeinden, den Kirchen und den Familienangeh\u00f6rigen wahrgenommen wurde, wird sie heutzutage in zunehmendem Ma\u00dfe Pflegeorganisationen oder Altersheimen \u00fcbertragen. Hierbei vertrauen wir darauf, dass professionell ausgebildete Mitarbeiter sich um unsere Senioren k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Auch die Frau und die Familie des 67-j\u00e4hrigen Pierre Charbonneau vertraute darauf, als er nach einer schweren Panikattacke auf dem schnellsten Wege ins Krankenhaus gebracht wurde. Wie bekannt wurde, war diese durch eine Alzheimer-Erkrankung ausgel\u00f6st worden. Aufgrund seines \u201eakuten Erregungszustandes\u201c wurden ihm Tranquilizer verabreicht. Zehn Tage sp\u00e4ter wurde er in ein Pflegeheim verlegt, wo die Dosis sofort verdoppelt und drei Tage sp\u00e4ter verdreifacht wurde. Seine Frau Lucette fand ihn im Rollstuhl zusammengekr\u00fcmmt vor. Sein Kinn war auf die Brust gesunken, er konnte nicht mehr gehen und nur wenige Teel\u00f6ffel p\u00fcrierter Nahrung zu sich nehmen.<\/p>\n<p>Ein Pharmazeut wies Lucette darauf hin, dass ihr Mann m\u00f6glicherweise an einer irreversiblen, durch Tranquilizer verursachten Sch\u00e4digung des Nervensystems leide. Die Familie rief im Heim an und verlangte die Absetzung der Psychopharmaka. Doch es war zu sp\u00e4t. Ein Arzt erkl\u00e4rte sp\u00e4ter, dass Herrn Charbonneaus Zunge dauerhaft gel\u00e4hmt war und er seine F\u00e4higkeit zu schlucken nie wieder zur\u00fcckerlangen k\u00f6nne. Neun Tage sp\u00e4ter war er tot. Als Ursache wurde Herzinfarkt angegeben.<\/p>\n<p>Jeder, der in Erw\u00e4gung zieht, seine Eltern oder Gro\u00dfeltern \u201eprofessioneller\u201c Obhut zu unterstellen, sollte wissen, dass diese tragische Geschichte in der heutigen Altenpflege keine Ausnahme ist.<\/p>\n<p>Als Wilda Henry ihre Mutter Cecile (83) in ein Pflegeheim brachte, \u201ewar sie genau so gut zu Fu\u00df wie du und ich\u201c. Nachdem ihr dort zwei Wochen lang das Psychopharmakon Haldol verabreicht worden war, begann Cecile zu lallen, fortw\u00e4hrend zu sabbern, heftig zu zittern und konnte ihren Stuhlgang nicht mehr kontrollieren. Sp\u00e4ter wurde entdeckt, dass die Dosis auf das 100-fache der empfohlenen Menge erh\u00f6ht worden war. Ein Arzt stellte fest, dass diese Symptome sowie permanente Lebersch\u00e4den durch Haldol hervorgerufen wurden.<\/p>\n<p>Die Alltagsrealit\u00e4t in Alters- und Pflegeheimen ist heute oft weit entfernt von dem hochstilisierten Bild kommunikativer, lebendiger und interessierter \u00e4lterer Bewohner, die in einer idyllischen Umgebung leben. Weit h\u00e4ufiger erwecken die Heiminsassen einen unterw\u00fcrfigen, stillen und abwesenden Eindruck; umgeben von einer Aura der Leblosigkeit starren sie manchmal nur leer vor sich hin oder wirken introvertiert und zur\u00fcckgezogen. Au\u00dfer durch Psychopharmaka kann dieser Zustand auch durch Elektrokrampftherapie (EKT) oder einfach durch die Androhung schmerzhafter und erniedrigender Fixierung bewirkt werden.<\/p>\n<p>Diese erschreckende Situation ist weniger ein Versagen des Krankenhauspersonals oder der professionellen Altenpflege an sich als vielmehr die Folge der breitfl\u00e4chigen Einf\u00fchrung von psychiatrischer Behandlung in der Altenpflege im Laufe der letzten Jahrzehnte.<\/p>\n<p>Beachten Sie folgende Fakten bez\u00fcglich der \u201eBehandlung\u201c \u00e4lterer Menschen:<\/p>\n<p>Tranquilizer, auch bekannt als Benzodiazepine, k\u00f6nnen bereits nach 14-t\u00e4giger Einnahme Abh\u00e4ngigkeit erzeugen.<\/p>\n<p>In Australien werden Senioren in Pflegeheimen Psychopharmaka verabreicht, weil sie \u201elaut\u201c waren, \u201edas Pflegeheim verlassen wollten\u201c oder \u201eauf und ab gingen\u201c.<\/p>\n<p>In Kanada wurden zwischen 1995 und M\u00e4rz 1996 allein 428 000 Rezepte f\u00fcr ein bestimmtes, stark Sucht erzeugendes Beruhigungsmittel (Tranquilizer) ausgestellt, wobei \u00fcber 35 % der Patienten 65 Jahre oder \u00e4lter waren.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df Berichten von britischen Gerichtsmedizinern sind Benzodiazepine j\u00e4hrlich in gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df an unnat\u00fcrlichen Todesf\u00e4llen beteiligt als Kokain, Heroin, Ecstasy und alle anderen illegalen Drogen.<\/p>\n<p>Neuroleptika wie zum Beispiel Zyprexa, Risperdal und Seroquel erh\u00f6hen bei \u00e4lteren Menschen das Risiko f\u00fcr Herzinfarkt und pl\u00f6tzlichen Tod und sind mit einer diesbez\u00fcglichen Warnung auf der Packung versehen, die diese Risiken hervorhebt.<\/p>\n<p>Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), die Antidepressiva von heute, verursachen Selbstmordgedanken und entsprechendes Verhalten. Laut einer norwegischen Studie ist zum Beispiel bei Menschen, die das Antidepressivum Paxil (Paroxetin) einnehmen, die Wahrscheinlichkeit, dass sie Selbstmord begehen werden, siebenmal so hoch wie bei denen, die Placebos (Zuckerpillen) genommen haben.<\/p>\n<p>In den Vereinigten Staaten liegt die Anzahl der Schockbehandlungen bei 65-J\u00e4hrigen um 360 % h\u00f6her als bei 64-J\u00e4hrigen. Bezeichnenderweise \u00fcbernimmt die staatliche Krankenversicherung die Kosten f\u00fcr Schockbehandlungen ab 65 Jahren.<\/p>\n<p>Dieser ausufernde Missbrauch gegen\u00fcber den \u00e4lteren Mitb\u00fcrgern ist keineswegs das Ergebnis \u00e4rztlicher Inkompetenz. Tats\u00e4chlich warnt die medizinische Literatur aufgrund der zahlreichen gef\u00e4hrlichen Nebenwirkungen sogar davor, \u00e4lteren Menschen Tranquilizer zu verschreiben. Untersuchungen zeigen, dass EKT (Elektrokrampftherapie) das Leben von Senioren deutlich verk\u00fcrzt. Genaue Zahlen dar\u00fcber gibt es nicht \u2013 da Herzinfarkt und andere Gr\u00fcnde gew\u00f6hnlich als Todesursachen angef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Dieser Missbrauch ist eine Folgeerscheinung davon, dass sich die Psychiatrie eine autorit\u00e4re Stellung in der Altenpflege verschafft hat. Sie bedient sich der lukrativen L\u00fcge, der Alterungsprozess sei eine psychische St\u00f6rung, die umfangreiche und kostspielige psychiatrische Behandlung erfordere.<\/p>\n<p>Das Endergebnis: Statt Achtung und Respekt zu erfahren, erleiden viele unserer \u00e4lteren Mitb\u00fcrger das \u00e4u\u00dferst unw\u00fcrdige Schicksal, dass ihnen durch die psychiatrischen \u201eBehandlungen\u201c ihre Geisteskraft gnadenlos genommen wird, oder aber sie erleiden einfach einen tragischen und fr\u00fchzeitigen Tod.<\/p>\n<p>Dieser Bericht soll die erschreckende Tatsache aufzeigen, dass solche Trag\u00f6dien in Altenheimen auf der ganzen Welt keine Einzelf\u00e4lle sind. Einen solchen Frevel an unseren \u00e4lteren Mitb\u00fcrgern und ihren Angeh\u00f6rigen darf eine zivilisierte Gesellschaft nicht dulden.<\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.cchr.de\/sites\/default\/files\/cchr-booklet-jan-eastgate-signature2.gif?w=150&#038;ssl=1\" alt=\"\"  \/><br \/>\nJan Eastgate<br \/>\nPr\u00e4sidentin der Citizens Commission<br \/>\non Human Rights International<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><div class=\"vc_row-full-width vc_clearfix\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Citizens Commission on Human RightsPFLEGE OHNE GNADEDIE UNMENSCHLICHE BEHANDLUNG \u00c4LTERER MENSCHEN IM PSYCHIATRISCHEN SYSTEMIn unserer schnellebigen Welt werden funktionierende traditionelle Wege all zu oft durch \u201emodernere\u201c Methoden ersetzt, um die Anforderungen des Lebens zu bew\u00e4ltigen. 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